Heilpflanze des Jahres 2026
Nachtkerze
(Oenothera biennis)
Die gemeine Nachtkerze überzeugt mit Ihrer Heilwirkung – vor allem das Nachtkerzenöl kann Hautprobleme wie Neurodermitis lindern und bei Wechseljahrsbeschwerden helfen. Sie ist ungiftig und komplett essbar. Die Wirkung des Samenöls hängt stark mit dem hohen Gehalt an Gamma-Linolsäure zusammen, die entzündungshemmende und die Hautbarriere stärkende Effekte haben kann.
Klinisch belegt ist vor allem die Anwendung von standardisierten Nachtkerzenöl-Zubereitungen bei atopischem Ekzem (Neurodermitis), insbesondere zur Linderung von Juckreiz und trockener entzündlicher Haut. Daneben wird Nachtkerzenöl naturheilkundlich bei PMS, Schmerzen in der Brust, rheumatischen Beschwerden, Hyperaktivität und erhöhtem Cholesterin eingesetzt.
Auch junge Blätter und Knospen können in Salaten, Gemüsemischungen oder als Tee genutzt werden., während die ölreichen Samen geröstet als Topping oder zur Ölgewinnung dienen. Kontraindikationen sind mögliche Unverträglichkeiten bei Epilepsie, blutverdünnender Medikation oder Schwangerschaft. Hier wird eine medizinische Beratung empfohlen.
Die Wurzeln kann man als Gemüse verwenden, das beim Kochen rötlich anläuft. Darin soll mehr Kraft stecken als in „zwei Zentnern Ochsenfleisch“. Der Tee aus Blättern soll Durchfälle und Krämpfe lindern.
Insgesamt erhöht Nachtkerzenöl die Immunabwehr des Körpers und es wird eine gewisse Leberschutzwirkung vermutet. Äusserlich wird das (teure) Öl am besten zur Hautpflege eingesetzt, denn in ihm versteckt sich das Geheimnis des Jungbrunnens.
Für den Tee 1 TL getrocknetes Kraut und Wurzeln mit ¼ l kochendem Wasser übergiessen. ¼ Stunde ziehen lassen und abseihen. Mehrere Tassen pro Tag trinken.
Quelle: NDR, Hirsch + Grünberger